RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Zivilrecht – Gebrauchtwagenkauf: Hinweis auf Mietwageneigenschaft unerlässlich

Ein Autohaus muss in einer Anzeige darauf hinweisen, dass es sich um einen ehemaligen Mietwagen handelt. Bei der Mietwageneigenschaft handelt es sich um eine wesentliche Information, die für die geschäftliche Entscheidung des Käufers ein erhebliches Gewicht hat. Die Verwendung als Mietwagen wird im Allgemeinen als abträglich angesehen, weil die zahlreichen Nutzer keine Veranlassung hätten, das [...]

Zivilrecht – Gebrauchtwagenkauf: Hinweis auf Mietwageneigenschaft unerlässlich2019-07-04T11:52:23+02:00

Zivilrecht – Werbeverbot auf Friedhof kann auch Blumenvasen mit Werbeaufdruck erfassen

Bei der Abgabe oder dem Verkauf von Blumenvasen, die mit einem Werbeaufkleber versehen sind, besteht die Verpflichtung, den Kunden darauf hinzuweisen, dass die Vasen nicht auf Friedhöfen aufgestellt werden dürfen, in denen per Satzung das Verteilen und Aufstellen von Werbung verboten ist. Der Inhaber des Geschäfts, in dem Friedhofsvasen verkauft werden, ist für das Aufstellen [...]

Zivilrecht – Werbeverbot auf Friedhof kann auch Blumenvasen mit Werbeaufdruck erfassen2019-07-03T12:48:06+02:00

Zivilrecht – Nicht die Vorstellung zählt, sondern das Vereinbarte!

Mit der "nach dem Vertrag vorausgesetzten Verwendung" zielt das Gesetz nicht auf konkrete Eigenschaften der Kaufsache ab, die sich der Käufer vorstellt, sondern darauf, ob die Sache für die Nutzungsart (Einsatzzweck) geeignet ist, den die Parteien dem Vertrag zugrunde gelegt haben. -BGH, Urteil vom 20.03.2019 - VIII ZR 213/18-

Zivilrecht – Nicht die Vorstellung zählt, sondern das Vereinbarte!2019-05-22T15:03:01+02:00

Zurückschneiden herüberhängender Äste verjährt in drei Jahren!

Der Anspruch des Grundstückseigentümers auf Zurückschneiden herüberragender Äste aus § 1004 Abs. 1 BGB ist nicht nach § 26 Abs. 3 NRG-BW unverjährbar. Er unterliegt vielmehr der regelmäßigen Verjährungsfrist nach §§ 195, 199 BGB. -BGH, Urt. v. 22.02.2019 - V ZR 136/18-

Zurückschneiden herüberhängender Äste verjährt in drei Jahren!2019-05-21T15:10:55+02:00

Zivilrecht – Feuchte Keller in alten Bestandsgebäuden sind nicht immer ein Mangel!

Die vorhandene Feuchtigkeit des Kellers stellt für sich genommen keinen Sachmangel i.S.d. § 434 Abs. 1 BGB dar. Denn bei älteren Wohnhäusern, die zu einer Zeit errichtet wurden, als Kellerabdichtungen noch nicht üblich waren, stellt nicht schon jede Feuchtigkeit im Keller einen Sachmangel dar. -LG Berlin, Urt. v. 06.02.2019 - 21 O 167/18-

Zivilrecht – Feuchte Keller in alten Bestandsgebäuden sind nicht immer ein Mangel!2019-05-20T15:22:22+02:00

Zivilrecht – Bausatz passt nicht zur Bodenplatte: Mangel erheblich, Rücktritt möglich!

Ein Bausatz für eine Großraumgarage mit vier Wandelementen in gleicher Länge ist mangelhaft, wenn er sich wegen der nach den Plänen des Verkäufers erstellten Bodenplatte samt Aufkantung an zwei Seiten nicht für die vorausgesetzte Verwendung, das Zusammenfügen zu einer Garage mit den vereinbarten Maßen, eignet. Die Mangelhaftigkeit des Bausatzes berechtigt den Käufer dazu, Nacherfüllung in [...]

Zivilrecht – Bausatz passt nicht zur Bodenplatte: Mangel erheblich, Rücktritt möglich!2019-05-17T13:37:45+02:00

Zivilrecht – Keine einseitige Änderung von vertraglichen Preisänderungsklauseln durch Versorgungsunternehmen

Ein Fernwärmeversorger ist nicht berechtigt, eine mit seinen Kunden vertraglich vereinbarte Preisänderungsklausel einseitig durch öffentliche Bekanntmachung zu ändern. Grundsätzlich können Verträge nur durch übereinstimmende Erklärungen der Vertragspartner geändert werden. Die Allgemeinen Vertragsbedingungen für Fernwärme (AVBFernwärmeV) weichen von diesem Grundsatz auch nicht ab. Insbesondere enthält § 4 Abs. 2 AVBFernwärmeV allein die weitere formelle Voraussetzung, dass [...]

Zivilrecht – Keine einseitige Änderung von vertraglichen Preisänderungsklauseln durch Versorgungsunternehmen2019-04-09T15:59:56+02:00

Zivilrecht – Musterfeststellungsklage gegen Mercedes-Benz-Bank unzulässig

Die Musterfeststellungsklage gegen Autokreditverträge der Mercedes-Benz-Bank wird als unzulässig abgewiesen, da die klagende "Schutzgemeinschaft für Bankkunden" nicht berechtigt ist, stellvertretend für Verbraucher vor Gericht zu streiten. Der Gesetzgeber hat die Zulässigkeit einer Musterfeststellungklage davon abhängig gemacht, dass diese von einer sog. "qualifizierten Einrichtung" i.S.d. § 606 ZPO erhoben werde. Es lässt sich nicht feststellen, dass [...]

Zivilrecht – Musterfeststellungsklage gegen Mercedes-Benz-Bank unzulässig2019-04-08T16:11:43+02:00

Zivilrecht – Gebrauchtwagenkauf: Mängelhaftung des Verkäufers

Ein Gebrauchtwagenhändler, der im Namen einer Privatperson ein Auto verkauft, kann Gewährleistungsansprüche nicht wirksam ausschließen, wenn für den Käufer nicht ersichtlich ist, wer der Vertragspartner war. Händler hat nicht deutlich gemacht, nicht in eigenem Namen handeln zu wollen. Durch die Nutzung seines Firmennamens an prominenter Stelle auf dem Internetinserat, sein Auftreten als derjenige, der für [...]

Zivilrecht – Gebrauchtwagenkauf: Mängelhaftung des Verkäufers2019-04-05T14:15:11+02:00

Zivilrecht – Verkehrssicherheit einer zu einem öffentlichen Weg gehörenden Treppe: Geländer oder Handlauf erforderlich?

Eine zu einem öffentlichen Weg gehörende Treppe benötigt nur dann ein Geländer oder einen Handlauf, wenn Gefahren ausgeräumt werden müssen, die für einen sorgsamen Benutzer nicht oder nicht rechtzeitig erkennbar sind und auf die er sich nicht oder nicht rechtzeitig einstellen kann. Dies kann sich ggf. aus der Gestaltung der Treppe ergeben. Die Regelungen der [...]

Zivilrecht – Verkehrssicherheit einer zu einem öffentlichen Weg gehörenden Treppe: Geländer oder Handlauf erforderlich?2019-01-16T18:10:55+02:00
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