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Allgemeines Zivilrecht – Verzug beginnt mit Zugang der (befristeten) Mahnung!

Wird in einem Mahnschreiben eine Frist gesetzt, ist damit regelmäßig nicht verbunden, dass Verzug erst mit Fristablauf eintritt. Vielmehr tritt Verzug auch hier regelmäßig schon mit Zugang der Mahnung beim Schuldner ein. -LG Stralsund, Urt. v. 15.05.2026 - 2 O 63/26, nach IBR-

Allgemeines Zivilrecht – Verzug beginnt mit Zugang der (befristeten) Mahnung!2026-07-10T08:57:07+02:00

Allgemeines Zivilrecht – Konkludenter Vertragsschluss auch bei gesetzlicher Textform!

Die Vorschrift des § 126b Satz 1 BGB ist mit Blick auf § 656a BGB dahin auszulegen, dass - wenn ein Maklervertrag die Textform wahren muss - die jeweiligen Erklärungen der Vertragsparteien nicht in einem Dokument enthalten sein müssen, sondern auch jeweils auf getrennten dauerhaften Datenträgern vorhanden sein können mit der Folge, dass durch den [...]

Allgemeines Zivilrecht – Konkludenter Vertragsschluss auch bei gesetzlicher Textform!2026-07-09T10:48:07+02:00

Allgemeines Zivilrecht – Arglistige Täuschung über Beschluss der WEG ist Anfechtungsgrund

Täuscht der Verkäufer einer Immobilie den Käufer arglistig über das Zustandekommen eines für die Nutzung wesentlichen Beschlusses der Wohnungseigentümergemeinschaft, ist der Käufer zur Anfechtung des Kaufvertrags nach § 123 Abs. 1 BGB berechtigt. Der Vertrag ist dann gem. § 142 Abs. 1 BGB von Anfang an nichtig. Die Kausalität der Täuschung für den Abschluss des [...]

Allgemeines Zivilrecht – Arglistige Täuschung über Beschluss der WEG ist Anfechtungsgrund2026-07-08T11:40:57+02:00

Arbeitsrecht – Unwirksamkeit einer arbeitsvertraglichen Freistellungsklausel

Eine Allgemeine Geschäftsbedingung, nach der der Arbeitgeber berechtigt ist, den Arbeitnehmer im gekündigten Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist unter Fortzahlung der Vergütung von der Arbeitsleistung freizustellen, ist unwirksam, weil sie den Arbeitnehmer unangemessen iSv. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB benachteiligt. -BAG, Urt. v. 25.3.2026 - 5 AZR 108/25, nach FD-ArbR-

Arbeitsrecht – Unwirksamkeit einer arbeitsvertraglichen Freistellungsklausel2026-07-07T15:58:18+02:00

Arbeitsrecht – Zeugnisberichtigung – Schlussformel – Vergleich

Soweit in einem Vergleich ein Arbeitszeugnis mit der Bewertung „gut“ und einer entsprechenden Schlussformel vereinbart wird, muss diese nicht die Formulierung „weiterhin viel Erfolg“ beinhalten. Die Wunschformel „Auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir alles Gute und viel Erfolg“, widerspricht nicht dem Inhalt eines ansonsten mit der Note „gut“ bewerteten Arbeitszeugnisses. Ein beredtes Schweigen [...]

Arbeitsrecht – Zeugnisberichtigung – Schlussformel – Vergleich2026-07-06T11:16:32+02:00

Arbeitsrecht – Kein Anspruch auf bestimmte Arbeitszeitmodelle oder Gleichbehandlung bei tariflicher Besitzstandswahrung

§ 9 S. 1 TzBfG eröffnet für teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer keinen Anspruch dahingehend, dass der Arbeitgeber einen Arbeitsplatz nach den Arbeitszeitwünschen des Arbeitnehmers zu schaffen oder darauf auszurichten hat oder dem Teilzeitarbeitnehmer die für einen anderen Arbeitsplatz vorgesehene Arbeitszeit ganz oder teilweise zuzuteilen hat. Ein Arbeitsplatz ist gem. § 9 S. 2 TzBfG frei, wenn der Arbeitgeber die Organisationsentscheidung getroffen [...]

Arbeitsrecht – Kein Anspruch auf bestimmte Arbeitszeitmodelle oder Gleichbehandlung bei tariflicher Besitzstandswahrung2026-07-03T14:17:45+02:00

Arbeitsrecht – Tariflicher Überforderungsschutz als betrieblicher Grund für Ablehnung von Teilzeit

Verlangt eine Orchestermusikerin, deren Instrumentengruppe nur eine Planstelle zugewiesen ist, eine unbefristete Verringerung ihrer Arbeitszeit nach § 8 Abs. 1 TzBfG, so steht dem Teilzeitbegehren der tarifliche Überforderungsschutz als betrieblicher Grund entgegen. Die Protokollnotiz zu § 3 Abs. 3 TVK staffelt die Zulässigkeit von Teilzeit nach der Größe der Instrumentengruppe abschließend und lässt bei nur einer Planstelle keinen Raum [...]

Arbeitsrecht – Tariflicher Überforderungsschutz als betrieblicher Grund für Ablehnung von Teilzeit2026-07-02T14:18:02+02:00

Arbeitsrecht – Entschädigungsanspruch nach diskriminierender Bewerbungsablehnung

Bei der Geltendmachung von Entschädigungs- bzw. Schadensersatzansprüchen nach § 15 AGG handelt es sich jedenfalls dann nicht um einen den Rechtsweg zu den Gerichten für Arbeitssachen ohne Weiteres eröffnenden sog. sicnon-Fall, wenn die behauptete benachteiligende Verhaltensweise „Bedingungen für den Zugang zur Erwerbstätigkeit sowie den beruflichen Aufstieg“ betrifft. Denn dann kommt § 15 AGG als Anspruchsgrundlage auch für [...]

Arbeitsrecht – Entschädigungsanspruch nach diskriminierender Bewerbungsablehnung2026-07-01T15:19:06+02:00

Arbeitsrecht – Kündigung aufgrund beleidigender Äußerungen gegenüber Vorgesetzten

Die grobe Beleidigung einer Vorgesetzten, die nach Form und Inhalt eine erhebliche Ehrverletzung für die Betroffene bedeutet, begründet eine erhebliche Pflichtverletzung, die grundsätzlich eine außerordentliche Kündigung und mithin erst recht eine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen kann. Gleiches gilt für Kritik an einer Vorgesetzten, die durch in grobem Maße unsachliche Angriffe gekennzeichnet ist, die zur Untergrabung [...]

Arbeitsrecht – Kündigung aufgrund beleidigender Äußerungen gegenüber Vorgesetzten2026-06-30T15:54:59+02:00
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