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Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!

Der Kündigungstatbestand aus § 8 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 i.V.m. § 5 Abs. 4 Fall 2 VOB/B hält einer Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB stand, wenn die VOB/B nicht als Ganzes vereinbart ist. Ist es umstritten, ob der Unternehmer bei Ablauf einer vertraglich bestimmten Ausführungsfrist die geschuldete Leistung vertragsgerecht erbracht hat, so trifft [...]

Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!2026-06-17T09:04:38+02:00

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!

Soll ein Architekt mit Wissen und Wollen des Auftraggebers als sog. Abschlussgehilfe auch die Bauverträge verhandeln und zum Abschluss bringen, dann muss sich der Auftraggeber das Handeln des Architekten zurechnen lassen und eine etwaige Unwirksamkeit der vom Architekten vorformulierten Klauseln im Bauvertrag gegen sich gelten lassen. Sieht der Bauvertrag vor, dass ein vom Auftragnehmer vorzulegender [...]

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!2026-06-16T14:12:28+02:00

WEG-Recht – Wann widerspricht Änderung des Verteilungsschlüssels für Erhaltungsmaßnahmen ordnungsmäßiger Verwaltung?

Die Änderung des Kostenverteilungsschlüssels durch Mehrheitsbeschluss widerspricht im Allgemeinen dann ordnungsmäßiger Verwaltung, wenn die neue Kostenverteilung den Interessen der Gemeinschaft und der einzelnen Wohnungseigentümer nicht angemessen ist und insbesondere zu einer ungerechtfertigten Benachteiligung Einzelner führt; die richterliche Kontrolle ist nicht auf eine bloße Willkürprüfung beschränkt. Ist in einer Wohnungseigentumsanlage mit unterschiedlich großen Einheiten vereinbart, die [...]

WEG-Recht – Wann widerspricht Änderung des Verteilungsschlüssels für Erhaltungsmaßnahmen ordnungsmäßiger Verwaltung?2026-06-15T13:26:05+02:00

WEG-Recht – Verband bleibt immer für Balkonsanierungen zuständig!

Eine Vereinbarung, durch die die Erhaltung bestimmter Teile des gemeinschaftlichen Eigentums (hier: Balkone) auf einzelne Wohnungseigentümer übertragen wird, ändert nichts an der Beschlusskompetenz der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer für Erhaltungsmaßnahmen an solchen Gebäudeteilen. Wird die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer trotz vereinbarter Übertragung der Erhaltungslast für bestimmte Teile des gemeinschaftlichen Eigentums selbst tätig, verbleibt es bei der zugleich [...]

WEG-Recht – Verband bleibt immer für Balkonsanierungen zuständig!2026-06-12T09:36:46+02:00

WEG-Recht – Bodentiefe Duschwanne ist privilegiert

Bei der Vergrößerung des Badezimmers unter teilweiser Entfernung/Versetzung einer tragenden Wand und dem Einbau einer bodentiefen Duschtasse kann es sich um privilegierte Maßnahmen nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 WEG handeln; die Vorschrift strebt keine vollständige Barrierefreiheit i.S.v. § 4 BGG an. Bei Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes kommt es nicht auf die Untergemeinschaft, [...]

WEG-Recht – Bodentiefe Duschwanne ist privilegiert2026-06-11T14:24:21+02:00

Zivilrecht – Wann ist ein Schuldner zahlungsunfähig?

Zahlungsunfähig ist ein Schuldner, der aus Mangel an liquiden Mitteln nicht in der Lage ist, seine fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Hierbei sind nur diejenigen liquiden Mittel einzubeziehen, über die der Schuldner tatsächlich verfügt oder die er sich kurzfristig, also innerhalb von drei Wochen, beschaffen kann. Forderungen gegen Dritte können nur insoweit eingesetzt werden, als sie [...]

Zivilrecht – Wann ist ein Schuldner zahlungsunfähig?2026-04-14T09:49:24+02:00

Zivilrecht – Zustandsnote = Beschaffenheitsvereinbarung!

Enthält ein Kaufvertrag über einen Oldtimer im Zusammenhang mit der Beschreibung des Erhaltungszustands die Angabe einer Zustandsnote, ist im Hinblick auf die erhebliche rechtliche und praktische Bedeutung von Zustandsnoten im Bereich des Kaufs von Oldtimern regelmäßig - auch im Fall des Verkaufs eines Oldtimers durch einen privaten Verkäufer - von einer Beschaffenheitsvereinbarung im Sinne von [...]

Zivilrecht – Zustandsnote = Beschaffenheitsvereinbarung!2026-04-13T15:42:37+02:00

Zivilrecht – Gerichtsstandsklausel ist im Unternehmensverkehr wirksam!

Eine vom Verwender gestellte Klausel, die einen ausschließlichen Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vertrag festlegt, ist im unternehmerischen Rechtsverkehr wirksam. -OLG Brandenburg, Beschl. v. 25.07.2025 - 1 AR 17/25, nach ibr-

Zivilrecht – Gerichtsstandsklausel ist im Unternehmensverkehr wirksam!2026-04-10T10:29:46+02:00

Zivilrecht – Batteriespeicher mangelhaft? Mängelansprüche verjähren in zwei Jahren!

Auf einen Vertrag über den Erwerb und die Installation einer Photovoltaikanlage nebst Batteriespeicher findet Kaufrecht Anwendung, wenn der Schwerpunkt des Vertrags auf der Herstellung und Lieferung vorgefertigter Standardkomponenten liegt und die Montage in ihrer Bedeutung hinter der Lieferverpflichtung zurücktritt. Mängelansprüche des Erwerbers wegen Mängel am Batteriespeicher verjähren in zwei Jahren. Entsprach der gelieferte Batteriespeicher zum [...]

Zivilrecht – Batteriespeicher mangelhaft? Mängelansprüche verjähren in zwei Jahren!2026-04-09T11:33:43+02:00

Zivilrecht – Wer zu spät annimmt, den bestraft nicht immer das Leben

Die Rechtsverwirkung betrifft nicht nur Rechte, deren Tatbestand einen auslegungsbedürftigen Rechtsbegriff beinhaltet. Stattdessen sind sämtliche subjektiven Rechte Gegenstand der Verwirkung, auch die rechtshindernde Einwendung der verspäteten Annahme. Die Einwendung, dass ein Vertrag wegen verfristeter Annahme nicht zu Stande gekommen sei, ist verwirkt, wenn zwischen (verspäteter) Annahme und der erstmaligen Geltendmachung der Einwendung über ein Jahr [...]

Zivilrecht – Wer zu spät annimmt, den bestraft nicht immer das Leben2026-04-08T10:03:17+02:00
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