RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Privates Baurecht – Baustopp „angeordnet“: Verjährungsfrist für Erfüllungsanspruch beginnt!

Teilt der Auftraggeber dem Architekten während der Bauausführung mit, dass die Bauarbeiten bis auf Weiteres eingestellt werden, beginnt die Verjährung des Erfüllungsanspruchs zum Schluss des Jahres, in dem diese Mitteilung erfolgt ist, zu laufen. Nach Verjährung des Erfüllungsanspruchs scheiden Mängelansprüche gegen den Architekten aus. -LG Landshut, Urt. v. 24.04.2026 - 54 O 592/24, nach IBR-

Privates Baurecht – Baustopp „angeordnet“: Verjährungsfrist für Erfüllungsanspruch beginnt!2026-06-22T14:59:27+02:00

Privates Baurecht – Wann ist eine „nicht verwendete Sicherheit“ zurückzugeben?

Die in den Zusätzlichen Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Bauleistungen im Straßen- und Brückenbau (ZVB/E-StB 2012) enthaltene Klausel "110 Sicherheitsleistung (§ 17) [...] 110.3 Eine nicht verwendete Sicherheit wird zurückgegeben, wenn die Verjährungsfristen für Mängelansprüche abgelaufen sind." benachteiligt den Auftragnehmer unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB und ist daher als [...]

Privates Baurecht – Wann ist eine „nicht verwendete Sicherheit“ zurückzugeben?2026-06-19T11:11:25+02:00

Privates Baurecht – Pauschalierung der Kündigungsvergütung auf 25% ist unwirksam!

Eine Klausel in gegenüber einem Privatkunden verwendeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Unternehmers, dass "im Fall der Kündigung" die (werkvertragliche) Vergütung auf 25% des Bruttopreises pauschaliert werde, ist unwirksam. -OLG Karlsruhe, Urt. v. 12.03.2026 - 19 U 168/24, nach IBR-

Privates Baurecht – Pauschalierung der Kündigungsvergütung auf 25% ist unwirksam!2026-06-18T10:55:19+02:00

Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!

Der Kündigungstatbestand aus § 8 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 i.V.m. § 5 Abs. 4 Fall 2 VOB/B hält einer Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB stand, wenn die VOB/B nicht als Ganzes vereinbart ist. Ist es umstritten, ob der Unternehmer bei Ablauf einer vertraglich bestimmten Ausführungsfrist die geschuldete Leistung vertragsgerecht erbracht hat, so trifft [...]

Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!2026-06-17T09:04:38+02:00

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!

Soll ein Architekt mit Wissen und Wollen des Auftraggebers als sog. Abschlussgehilfe auch die Bauverträge verhandeln und zum Abschluss bringen, dann muss sich der Auftraggeber das Handeln des Architekten zurechnen lassen und eine etwaige Unwirksamkeit der vom Architekten vorformulierten Klauseln im Bauvertrag gegen sich gelten lassen. Sieht der Bauvertrag vor, dass ein vom Auftragnehmer vorzulegender [...]

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!2026-06-16T14:12:28+02:00

Privates Baurecht – Gerichtsstand bei einem VOB/B-Vertrag?

Ein Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung kann auch für ein selbständiges Beweisverfahren und auch noch nach dessen Anhängigkeit gestellt werden. Nach § 18 Abs. 1 Satz 1 VOB/B richtet sich der Gerichtsstand - vorbehaltlich anderslautender Vereinbarung - für Streitigkeiten aus dem Vertrag nach dem Sitz der für die Prozessvertretung des Auftraggebers zuständigen Stelle, sofern die Voraussetzungen für [...]

Privates Baurecht – Gerichtsstand bei einem VOB/B-Vertrag?2026-03-31T11:02:19+02:00

Privates Baurecht – Pflicht zur Instandhaltung umfasst auch die Beseitigung anfänglicher Mängel

Eine Vereinbarung in der Gemeinschaftsordnung, wonach einzelne Wohnungseigentümer die Kosten für die Instandhaltung und Instandsetzung von bestimmten Teilen des Gemeinschaftseigentums im räumlichen Bereich ihres Sondereigentums (hier: Fenster) zu tragen haben, umfasst im Zweifel die Kosten für die Beseitigung anfänglicher Mängel. -BGH, Urt. v. 23.05.2025 - V ZR 36/24, nach ibr-

Privates Baurecht – Pflicht zur Instandhaltung umfasst auch die Beseitigung anfänglicher Mängel2026-03-30T11:40:07+02:00

Privates Baurecht – Muffiger Geruch = Sachmangel?

  Als Wohnung verkaufte Räume im Souterrain eines Altbaus, die bei Gefahrübergang eine erhebliche Wandfeuchtigkeit aufweisen, sind regelmäßig weder für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung noch für die gewöhnliche Verwendung zum Wohnen geeignet und infolgedessen mangelhaft. Ein Sachmangel liegt überdies im Allgemeinen dann vor, wenn bedingt durch die Feuchtigkeit des Kellers ein muffiger bzw. [...]

Privates Baurecht – Muffiger Geruch = Sachmangel?2026-03-27T15:22:38+02:00

Privates Baurecht – Schätzung der Vorschusshöhe: Kein Sachverständiger erforderlich!

Die Ausführung einer Tiefgaragenrampe mit einer Neigung, die den Höchstwert der anwendbaren Garagenverordnung von 15% überschreitet, ist mangelhaft. Ein Bauwerksmangel ist auch darin zu sehen, dass die Fläche einer errichteten Wohnungsterrasse von den Genehmigungsplänen abweicht. Zur Darlegung der Höhe eines Vorschussanspruchs muss der Auftraggeber keine sachverständige Beratung in Anspruch nehmen oder Kostenvoranschläge einholen, um die [...]

Privates Baurecht – Schätzung der Vorschusshöhe: Kein Sachverständiger erforderlich!2026-03-26T11:41:36+02:00

Privates Baurecht – Für Fehler im Baugrundgutachten haftet der, der es in Auftrag gegeben hat!

Hat der Auftragnehmer als Nebenleistung die Einholung eines "Bodengutachtens zur Feststellung der bodenmechanischen Kennwerte als Grundlage für die statische Berechnung" übernommen, haftet er für damit zusammenhängende Mängel und kann sich insoweit nicht auf ein vom Auftraggeber vertraglich übernommenes "Baugrundrisiko" berufen. Veräußert der Auftraggeber das Bauwerk - ohne vorherige Beseitigung der Bauwerksmängel -, kann er vom [...]

Privates Baurecht – Für Fehler im Baugrundgutachten haftet der, der es in Auftrag gegeben hat!2026-03-25T10:27:17+02:00
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