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Wohnungseigentum – Aufrechnung des Kaufpreises mit Vorschuss für Mangelbeseitigung

1. Zwischen einem Kaufpreisanspruch gegen einen Erwerber von Wohnungseigentum und einem Anspruch auf Kostenvorschuss für die Mängelbeseitigung am Gemeinschaftseigentum besteht mangels der für eine Aufrechnung erforderlichen Gegenseitigkeit keine Aufrechnungslage, weil zwar ein Erwerber von Wohnungseigentum einen Anspruch auf Vorschuss auf Mängelbeseitigungskosten im Hinblick auf das Gemeinschaftseigentum grundsätzlich selbstständig geltend machen kann, aber grundsätzlich nur auf [...]

Wohnungseigentum – Aufrechnung des Kaufpreises mit Vorschuss für Mangelbeseitigung2012-10-29T10:11:15+02:00

Mietrecht – Keine mündliche Änderung von qualifizierter Schriftformklausel!

1. Die mündliche Änderung eines befristeten Mietvertrags mit einer qualifizierten Schriftformklausel ist nicht wirksam und führt daher nicht gemäß §§ 550, 578 BGB zu einer Umwandlung in ein unbefristetes Mietverhältnis, das jederzeit ordentlich gekündigt werden könnte. 2. Eine Partei ist nach Treu und Glauben daran gehindert, sich auf einen Formmangel nach § 550 BGB zu [...]

Mietrecht – Keine mündliche Änderung von qualifizierter Schriftformklausel!2012-10-29T10:10:47+02:00

Mietrecht – Außerordentliche Kündigung wegen Feuchtigkeitsschäden?

Eine außerordentliche Kündigung gemäß § 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB eines Gewerberaummietvertrags über einen Fitness-Club wegen aufgetretener Feuchtigkeitsschäden ist unzulässig, wenn diese schnell mit geringen Mitteln beseitigt werden können. Erforderlich ist zudem die Einräumung einer angemessenen Frist zur Mangelbeseitigung für den Vermieter. -OLG Köln, Urt. v. 07.09.2012 - 1 U 50/11-

Mietrecht – Außerordentliche Kündigung wegen Feuchtigkeitsschäden?2012-10-29T10:10:11+02:00

Bundesgerichtshof zum Verschulden des Mieters bei Nichtzahlung der Miete

Dem Mieter darf auch dann fristlos wegen eines Mietrückstands gekündigt werden, wenn er die Miete aufgrund eines Irrtums über die Ursache eines Mangels nicht entrichtet. Auch im Rahmen des § 543 Abs. 2 BGB hat der Mieter die Nichtzahlung der Miete zu vertreten, wenn ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last fällt. Das ist der allgemeine [...]

Bundesgerichtshof zum Verschulden des Mieters bei Nichtzahlung der Miete2012-09-03T11:55:39+02:00

Fristlose Kündigung bei Nichtzahlung von erhöhter Miete

Der Vermieter darf dem Mieter, der die durch die Anpassung der Betriebskostenvorauszahlungen entstandenen Mieterhöhungen nicht entrichtet, nicht erst dann fristlos kündigen, wenn er den Mieter auf Zahlung der Erhöhungsbeträge verklagt hat und dieser rechtskräftig zur Zahlung der Erhöhungsbeträge verurteilt worden ist. Die Kündigung setzt nicht voraussetzt, dass der Mieter zuvor im Wege der Zahlungsklage in [...]

Fristlose Kündigung bei Nichtzahlung von erhöhter Miete2012-08-31T15:04:14+02:00

Wasch- und Trockenmöglichkeit als Kernbereich des Mietgebrauchs

Wenn dem Mieter gemäß dem Mietvertrag das Trocknen von Wäsche in der Wohnung nicht gestattet wird, ist der Vermieter gehalten, dem Mieter eine alternative Möglichkeit zum Trocknen zur Verfügung zu stellen. Denn eine Wasch- und Trockenmöglichkeit gehört zum Kernbereich des Mietgebrauchs bei der Vermietung für Wohnzwecke. Eine vertraglich eingeräumte Nutzungsmöglichkeit für einen Nebenraum kann vermieterseits [...]

Wasch- und Trockenmöglichkeit als Kernbereich des Mietgebrauchs2012-08-16T10:38:57+02:00

Mietrecht – Wohnraummiete: Beweislast des Mieters bei Mieterhöhungsbegehren aufgrund Mietspiegels

Ein Mieter, dem aufgrund eines bestehenden Mietspiegels die Miete erhöht werden soll, muss das Vorliegen der Umstände beweisen, die zu einer Reduzierung der Miete führen können. Das gilt auch für die im Mietspiegel aufgeführten Merkmale, die zu einem Abschlag bei der Miete führen. -AG München, Urt. v. 05.12.2011 - 424 C 19813/11-

Mietrecht – Wohnraummiete: Beweislast des Mieters bei Mieterhöhungsbegehren aufgrund Mietspiegels2012-04-19T19:15:58+02:00

Wohnungseigentumsrecht – Verwalter muss in der Jahresabrechnung Heizkosten nach Verbrauch auf Wohnungseigentümer umlegen

1. Der WEG-Verwalter muss in der Jahresabrechnung die Heizkosten nach Verbrauch auf die Wohnungseigentümer umlegen. In die Gesamtabrechnung sind alle im Abrechnungszeitraum geleisteten Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung von Brennstoffen stehen, aufzunehmen. Denn der Verwalter hat eine geordnete und übersichtliche Einnahmen- und Ausgabenrechnung vorzulegen, die für einen Wohnungseigentümer auch ohne Hinzuziehung fachlicher Unterstützung [...]

Wohnungseigentumsrecht – Verwalter muss in der Jahresabrechnung Heizkosten nach Verbrauch auf Wohnungseigentümer umlegen2012-04-13T19:38:02+02:00
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