RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Architektenrecht – Erteilung eines Architektenauftrages („Hoffnungsinvestitionen“)

Ob ein Architektenauftrag erteilt wurde, ist unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Eine gesetzliche oder tatsächliche Vermutung (im Sinne eines sogen. Anscheinsbeweises) dahin, dass umfangreiche Architektenleistungen nur im Rahmen eines Vertrages erbracht werden, gibt es dagegen nicht. -OLG Frankfurt, Urt. v. 07.12.2012 - 10 U 183/11-

Architektenrecht – Erteilung eines Architektenauftrages („Hoffnungsinvestitionen“)2013-02-27T13:59:53+02:00

Architektenrecht – Nicht geschützte Planung: Weiterverwendung zulässig!

1. Beauftragt ein Bauträger einen Architekten mit den Leistungsphasen 1 bis 4 nach § 15 Abs. 2 HOAI a.F. für die Errichtung eines Bauwerks auf einem bestimmten Grundstück und sind die Pläne nicht urheberrechtsschutzfähig, so ist der Architektenvertrag, sofern sich nicht aus den Umständen etwas anderes ergibt, dahin auszulegen, dass es dem Bauträger gestattet ist, [...]

Architektenrecht – Nicht geschützte Planung: Weiterverwendung zulässig!2013-02-26T11:17:45+02:00

Werkvertrag – Unübliche Zahlungsmodalitäten: Werkvertrag bleibt Werkvertrag!

1. Bei der Bestimmung des Vertragstyps kommt es maßgeblich darauf an, auf was sich die Parteien einigen wollen. Enthält ein Vertrag werkvertragstypische Nachbesserungspflichten, spricht dies für das Vorliegen eines Werkvertrags. 2. Auch wenn bestimmte Leistungen üblicherweise im Stundenlohn vergütet werden, ändert eine Pauschalpreisvereinbarung nicht zwangsläufig den Charakter des Vertragstyps. 3. Eine Mängelrüge muss derart konkret [...]

Werkvertrag – Unübliche Zahlungsmodalitäten: Werkvertrag bleibt Werkvertrag!2013-01-11T18:47:09+02:00

Architektenrecht – Bauherr ist auf Vertragsstrafenvorbehalt hinzuweisen!

1. Ist dem Architekten bekannt, dass die Parteien des Bauvertrages eine Vertragsstrafenabrede getroffen haben oder hätte ihm dies bekannt sein müssen, gehört es zu seinen Beratungs- und Betreuungspflichten, durch nachdrückliche Hinweise an den Bauherrn sicherzustellen, dass bei einer förmlichen Abnahme der erforderliche Vertragsstrafenvorbehalt nicht versehentlich unterbleibt, es sei denn, der Auftraggeber besitzt selbst genügende Sachkenntnis [...]

Architektenrecht – Bauherr ist auf Vertragsstrafenvorbehalt hinzuweisen!2013-01-11T18:46:06+02:00

Baurecht – Unwirksamkeit von AGB´s

Eine vom Auftraggeber in einem Bauvertrag gestellte Allgemeine Geschäftsbedingung, mit der die Verjährungsfrist für den Werklohnanspruch des Auftragnehmers auf zwei Jahre abgekürzt wird, ist unwirksam, weil sie den Auftragnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt. -BGH, Urt. v. 06.12.2012 - VII ZR 15/12-

Baurecht – Unwirksamkeit von AGB´s2013-01-11T18:45:09+02:00

Architekten und Ingenieure – Abdichtungsarbeiten müssen kontrolliert werden!

1. Der bauüberwachende Architekt darf sich bei besonders schadensanfälligen Gewerken nicht darauf beschränken, die Baustelle in regelmäßigen Abständen aufzusuchen. Vielmehr hat er zu überprüfen, ob besonders schadensanfällige Leistungen ordnungsgemäß ausgeführt werden. Das beinhaltet auch das Durchführen von Stichproben, auf mündliche Auskünfte von Mitarbeitern des Auftragnehmers darf er sich nicht verlassen. 2. Die Aufsichtspflicht des Architekten [...]

Architekten und Ingenieure – Abdichtungsarbeiten müssen kontrolliert werden!2012-10-29T10:08:40+02:00

Architektenrecht – Leistungsphasen 1 + 2 = Akquisition des Planers?

1. Leistungen der Leistungsphasen 1 und 2 werden im Falle winkender lukrativer Verträge - insbesondere im Rahmen eines Wettbewerbs mit anderen Planern - durchaus im Wege der Akquisition erbracht. 2. Die bloße Entgegennahme der Planungsleistungen impliziert keinen Vertragsschluss, wenn der Planer erkannt hat, dass der Auftraggeber nur zu einem schriftlichen Vertragsschluss bereit war. 3. Im [...]

Architektenrecht – Leistungsphasen 1 + 2 = Akquisition des Planers?2012-10-29T10:08:21+02:00

Architektenrecht- Kündigung aus wichtigem Grund erst nach Abmahnung!

Ein Architektenvertrag kann aus wichtigem Grund bei einer schwerwiegenden Vertragsverletzung des Architekten gekündigt werden. Voraussetzung ist eine vorhergehende eindeutige Abmahnung. -OLG Oldenburg, Urt. v. 06.09.2012 - 8 U 96/12-

Architektenrecht- Kündigung aus wichtigem Grund erst nach Abmahnung!2012-10-24T10:31:30+02:00

Bauträger – Üblicher Qualitätsstandard vereinbart: Schallschutzanforderungen?

1. DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Maßgebend ist daher nicht, welche DIN-Norm gilt, sondern ob die Bauausführung zur Zeit der Abnahme den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Auch VDI-Richtlinien haben keinen Normwert, sie sind nur Empfehlungen auf Grundlage der Beratungspraxis. 2. Den Schallschutzanforderungen der DIN 4109 kommt nur ein Stellenwert [...]

Bauträger – Üblicher Qualitätsstandard vereinbart: Schallschutzanforderungen?2012-10-24T10:29:23+02:00

Baurecht – Einigung über Mängelbeseitigung: Wer trägt etwaige Mehrkosten?

Es ist zwar grundsätzlich Sache des Auftragnehmers, darüber zu entscheiden, auf welche Weise er im Wege der Mängelbeseitigung einen vertragsgemäßen Zustand erreicht. Die Vertragspartner können sich aber auch auf eine bestimmte Art und Weise der Nacherfüllung einigen und eine Nacherfüllung vereinbaren, die von der ursprünglich vereinbarten Leistung abweicht. Führt diese Art der Nacherfüllung zu einer [...]

Baurecht – Einigung über Mängelbeseitigung: Wer trägt etwaige Mehrkosten?2012-06-21T10:59:34+02:00
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