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Öffentliches Baurecht – Carport jahrelang geduldet: Nachbar verwirkt Abwehrrechte!

Eine Überschreitung der maximalen Länge von 15 m gemäß § 5 Abs. 8 Satz 5 NBauO, auf der auf einem Baugrundstück bestimmte Anlagen insgesamt den Grenzabstand unterschreiten dürfen, eröffnet für einen Grundstücksnachbarn (allenfalls) einen Abwehranspruch gegen bauliche Anlagen, die den Abstand zu seinem Grundstück hin nicht einhalten, nicht aber gegen bauliche Anlagen, die den Abstand [...]

Öffentliches Baurecht – Carport jahrelang geduldet: Nachbar verwirkt Abwehrrechte!2026-06-24T11:50:43+02:00

Öffentliches Baurecht – Bauaufsichtliches Einschreiten wegen fehlender Brandwand?

Ein Anspruch des Nachbarn auf bauaufsichtliches Einschreiten kommt grundsätzlich nicht in Betracht, wenn er und der Grundstückseigentümer, gegen den sich der Anspruch auf bauaufsichtliches Einschreiten richtet, Miteigentümer einer Nachbarwand sind und keine Gesundheitsgefahren wegen einer bestimmten Art der Nutzung des Grundstücks bestehen. Das Mittel zur Durchsetzung von Auflagen zu einer (Teilungs-)Genehmigung ist deren Vollstreckung nach [...]

Öffentliches Baurecht – Bauaufsichtliches Einschreiten wegen fehlender Brandwand?2026-06-23T14:05:08+02:00

Privates Baurecht – Baustopp „angeordnet“: Verjährungsfrist für Erfüllungsanspruch beginnt!

Teilt der Auftraggeber dem Architekten während der Bauausführung mit, dass die Bauarbeiten bis auf Weiteres eingestellt werden, beginnt die Verjährung des Erfüllungsanspruchs zum Schluss des Jahres, in dem diese Mitteilung erfolgt ist, zu laufen. Nach Verjährung des Erfüllungsanspruchs scheiden Mängelansprüche gegen den Architekten aus. -LG Landshut, Urt. v. 24.04.2026 - 54 O 592/24, nach IBR-

Privates Baurecht – Baustopp „angeordnet“: Verjährungsfrist für Erfüllungsanspruch beginnt!2026-06-22T14:59:27+02:00

Privates Baurecht – Wann ist eine „nicht verwendete Sicherheit“ zurückzugeben?

Die in den Zusätzlichen Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Bauleistungen im Straßen- und Brückenbau (ZVB/E-StB 2012) enthaltene Klausel "110 Sicherheitsleistung (§ 17) [...] 110.3 Eine nicht verwendete Sicherheit wird zurückgegeben, wenn die Verjährungsfristen für Mängelansprüche abgelaufen sind." benachteiligt den Auftragnehmer unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB und ist daher als [...]

Privates Baurecht – Wann ist eine „nicht verwendete Sicherheit“ zurückzugeben?2026-06-19T11:11:25+02:00

Privates Baurecht – Pauschalierung der Kündigungsvergütung auf 25% ist unwirksam!

Eine Klausel in gegenüber einem Privatkunden verwendeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Unternehmers, dass "im Fall der Kündigung" die (werkvertragliche) Vergütung auf 25% des Bruttopreises pauschaliert werde, ist unwirksam. -OLG Karlsruhe, Urt. v. 12.03.2026 - 19 U 168/24, nach IBR-

Privates Baurecht – Pauschalierung der Kündigungsvergütung auf 25% ist unwirksam!2026-06-18T10:55:19+02:00

Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!

Der Kündigungstatbestand aus § 8 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 i.V.m. § 5 Abs. 4 Fall 2 VOB/B hält einer Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB stand, wenn die VOB/B nicht als Ganzes vereinbart ist. Ist es umstritten, ob der Unternehmer bei Ablauf einer vertraglich bestimmten Ausführungsfrist die geschuldete Leistung vertragsgerecht erbracht hat, so trifft [...]

Privates Baurecht – VOB/B-Kündigungsrecht wegen Verzugs mit Vollendung ist wirksam!2026-06-17T09:04:38+02:00

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!

Soll ein Architekt mit Wissen und Wollen des Auftraggebers als sog. Abschlussgehilfe auch die Bauverträge verhandeln und zum Abschluss bringen, dann muss sich der Auftraggeber das Handeln des Architekten zurechnen lassen und eine etwaige Unwirksamkeit der vom Architekten vorformulierten Klauseln im Bauvertrag gegen sich gelten lassen. Sieht der Bauvertrag vor, dass ein vom Auftragnehmer vorzulegender [...]

Privates Baurecht – Terminplan „umgeworfen“, Vertragsstrafe hinfällig!2026-06-16T14:12:28+02:00

WEG-Recht – Wann widerspricht Änderung des Verteilungsschlüssels für Erhaltungsmaßnahmen ordnungsmäßiger Verwaltung?

Die Änderung des Kostenverteilungsschlüssels durch Mehrheitsbeschluss widerspricht im Allgemeinen dann ordnungsmäßiger Verwaltung, wenn die neue Kostenverteilung den Interessen der Gemeinschaft und der einzelnen Wohnungseigentümer nicht angemessen ist und insbesondere zu einer ungerechtfertigten Benachteiligung Einzelner führt; die richterliche Kontrolle ist nicht auf eine bloße Willkürprüfung beschränkt. Ist in einer Wohnungseigentumsanlage mit unterschiedlich großen Einheiten vereinbart, die [...]

WEG-Recht – Wann widerspricht Änderung des Verteilungsschlüssels für Erhaltungsmaßnahmen ordnungsmäßiger Verwaltung?2026-06-15T13:26:05+02:00

WEG-Recht – Verband bleibt immer für Balkonsanierungen zuständig!

Eine Vereinbarung, durch die die Erhaltung bestimmter Teile des gemeinschaftlichen Eigentums (hier: Balkone) auf einzelne Wohnungseigentümer übertragen wird, ändert nichts an der Beschlusskompetenz der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer für Erhaltungsmaßnahmen an solchen Gebäudeteilen. Wird die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer trotz vereinbarter Übertragung der Erhaltungslast für bestimmte Teile des gemeinschaftlichen Eigentums selbst tätig, verbleibt es bei der zugleich [...]

WEG-Recht – Verband bleibt immer für Balkonsanierungen zuständig!2026-06-12T09:36:46+02:00

WEG-Recht – Bodentiefe Duschwanne ist privilegiert

Bei der Vergrößerung des Badezimmers unter teilweiser Entfernung/Versetzung einer tragenden Wand und dem Einbau einer bodentiefen Duschtasse kann es sich um privilegierte Maßnahmen nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 WEG handeln; die Vorschrift strebt keine vollständige Barrierefreiheit i.S.v. § 4 BGG an. Bei Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes kommt es nicht auf die Untergemeinschaft, [...]

WEG-Recht – Bodentiefe Duschwanne ist privilegiert2026-06-11T14:24:21+02:00
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