RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Öffentliches Baurecht – Verletzt eine heranrückende Wohnbebauung das Rücksichtnahmegebot?

Aus § 15 Abs. 1 Satz 2, 2. Alt. BauNVO und § 37 Abs. 1 VwVfG NRW folgt, dass eine Baugenehmigung auch für ein Vorhaben, das in eine kritische Nähe zu einer emittierenden Anlage heranrückt, nach vorheriger Untersuchung der Immissionsbelastung gegebenenfalls Regelungen zum Schutz der Nachbarrechte enthalten muss. Fehlen solche Untersuchungen - etwa in Gestalt [...]

Öffentliches Baurecht – Verletzt eine heranrückende Wohnbebauung das Rücksichtnahmegebot?2024-12-02T14:28:35+02:00

Öffentliches Baurecht – Windpark führt nicht zu einer genehmigungsschädlichen optischen Beeinträchtigung!

Auf Verlangen des Vorhabenträgers ist § 45b Abs 1 bis 6 BNatSchG auch noch im gerichtlichen Verfahren erstmalig anwendbar (im Anschluss an OVG Münster, Urteil vom 24. August 2023 - 22 D 201/22.AK -). Bei begründeten Hinweisen Dritter auf Vorkommen kollisionsgefährdeter Brutvogelarten im Nahbereich (§ 45b Abs 2 BNatSchG) und zentralen Prüfbereich (§ 45b Abs [...]

Öffentliches Baurecht – Windpark führt nicht zu einer genehmigungsschädlichen optischen Beeinträchtigung!2024-11-29T11:03:05+02:00

Öffentliches Baurecht – Brandschutz sticht Bestandsschutz!

Eine auf Gefahrenbeseitigung gerichtete Ordnungsverfügung ist auch bei einem durch eine gültige Baugenehmigung gedeckten Gebäude grundsätzlich möglich, und zwar insbesondere dann, wenn sie - wie beim Brandschutz - dem Schutz von Leben und Gesundheit dient. An die für das Vorliegen einer konkreten Gefahr erforderliche Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts in Bezug auf Leben oder Gesundheit als geschützte [...]

Öffentliches Baurecht – Brandschutz sticht Bestandsschutz!2024-11-28T13:05:25+02:00

Öffentliches Baurecht – Antragsbefugt ist auch derjenige, der illegal nutzt!

Die Antragsbefugnis eines ohne Baugenehmigung im Außenbereich wohnenden Plannachbarn ist im Einzelfall gegeben. Der Wirksamkeit einer Lärmemissionskontingentierung nach § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 BauNVO steht nicht entgegen, dass die Fläche, die nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts faktisch unkontingentiert bleiben muss, bereits genutzt wird. Dass die unkontingentierte Fläche aufgrund umliegender schutzbedürftiger [...]

Öffentliches Baurecht – Antragsbefugt ist auch derjenige, der illegal nutzt!2024-11-27T11:11:09+02:00

Öffentliches Baurecht – Verweisung im B-Plan statisch oder dynamisch?

Regelmäßig entspricht es dem Willen des Plangebers, bei einer Verweisung auf ein Gesetz in den Festsetzungen des Bebauungsplanes auf die zum Zeitpunkt des Satzungsbeschlusses maßgebliche Fassung dieses Gesetzes zu verweisen. -OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 30.07.2024 - 7 A 2004/23, nach ibr-

Öffentliches Baurecht – Verweisung im B-Plan statisch oder dynamisch?2024-11-26T10:07:23+02:00

Öffentliches Baurecht – Baubehörde kann mehr Stellplätze genehmigen als zwingend notwendig!

Weder aus der Bayerischen Bauordnung noch in sonstigen Rechtsvorschriften folgt, dass generell nur die für ein bestimmtes Vorhaben zwingend notwendigen Stellplätze genehmigt werden dürfen und überobligatorische Stellplätze damit bauplanungsrechtlich unzulässig seien. Eine Stellplatzauflage bedarf einer Rechtsgrundlage. Die sog. dingliche Wirkung bezieht sich immer nur auf das jeweilige Baugrundstück und wirkt auch für den Rechtsnachfolger. -VGH [...]

Öffentliches Baurecht – Baubehörde kann mehr Stellplätze genehmigen als zwingend notwendig!2024-11-25T11:59:25+02:00

Öffentliches Baurecht – Gebühr bei Ablehnung eines Bauantrags?

Lehnt die Baugenehmigungsbehörde einen Bauantrag aus anderen Gründen als der Unzuständigkeit ganz oder teilweise ab, so ist nach § 4 Abs. 2 Satz 1 VwKostG TH 2005 eine Gebühr maximal bis zu der Höhe zu erheben, die für die öffentliche Leistung vorgesehen ist, mindestens jedoch 20,00 Euro. Entscheidet sich die Baubehörde im Fall der Antragsablehnung [...]

Öffentliches Baurecht – Gebühr bei Ablehnung eines Bauantrags?2024-11-22T11:41:45+02:00

Öffentliches Baurecht – 45 dB(A) nachts sind im Kurgebiet unzulässig!

Die Zulassung eines Immissionspegels von 45 dB(A) nachts ist mit dem Gebietscharakter eines Kurgebiets als eines der Erholung dienenden Sondergebiets nicht vereinbar (Bestätigung des Senatsurteil vom 26.03.2014 - 1 KN 1/12 -, BeckRS 2014, 49921). -OVG Niedersachsen, Beschl. v. 17.09.2024 - 1 LA 146/23, nach ibr-

Öffentliches Baurecht – 45 dB(A) nachts sind im Kurgebiet unzulässig!2024-10-29T15:09:20+02:00

Öffentliches Baurecht – Hat eine Aufschüttung ohne Abstandsfläche gebäudegleiche Wirkung?

Die Frage, ob von baulichen Anlagen (hier: einer Aufschüttung und einer Einfriedung) Wirkungen wie von Gebäuden ausgehen, ist mit Rücksicht auf die Funktionen der Abstandsflächen zu beantworten. Diese umfassen neben Belangen wie Brandschutz, Besonnung, Belichtung, Belüftung und Sozialabstand auch den Wohnfrieden. Da es sich bei dem Schutz vor Einblicken nur um einen Teilaspekt des Wohnfriedens [...]

Öffentliches Baurecht – Hat eine Aufschüttung ohne Abstandsfläche gebäudegleiche Wirkung?2024-10-28T15:07:35+02:00

Öffentliches Baurecht – An DHH grenzständig errichtete Hochterrasse ist nicht rücksichtslos!

Ein Doppelhaus ist eine bauliche Anlage, die dadurch entsteht, dass zwei Gebäude auf benachbarten Grundstücken durch Aneinanderbauen an der gemeinsamen Grundstücksgrenze zu einer Einheit zusammengefügt werden. Ein Doppelhaus verlangt ferner, dass die beiden Haushälften in wechselseitig verträglicher und abgestimmter Weise aneinandergebaut werden. Kein Doppelhaus bilden dagegen zwei Gebäude, die sich zwar an der gemeinsamen Grundstücksgrenze [...]

Öffentliches Baurecht – An DHH grenzständig errichtete Hochterrasse ist nicht rücksichtslos!2024-10-25T11:49:42+02:00
Nach oben