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Öffentliches Baurecht – Ist ein Carport als Garage zu behandeln?

Relevant für das Längenmaß des § 6 Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 BauO LSA von 9 m ist nur der Teil der Außenwand eines Gebäudes, der die erforderlichen Abstandsflächen nicht einhält. Eine Garage oder ein Carport mit einer Zahl von insgesamt vier Stellplätzen überschreitet bei der gebotenen gebietsbezogenen Betrachtung nicht den in einem Wohngebiet [...]

Öffentliches Baurecht – Ist ein Carport als Garage zu behandeln?2026-02-23T14:40:50+02:00

Öffentliches Baurecht – Abstandsflächen dienen nicht der Instandhaltung!

Ein Bauvorbescheid kann auch (nur) zur Frage der grundsätzlichen bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit ergehen. Eine erdrückende Wirkung kommt nur bei nach Höhe und Volumen übergroßen Baukörpern in geringem Abstand zu benachbarter Wohnbebauung in Betracht. Auf die Erleichterung oder günstigere Durchführung von Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten haben die Abstandsflächen allenfalls eine mittelbare, rechtlich nicht durchsetzungsfähige Wirkung. -VGH Bayern, Beschl. [...]

Öffentliches Baurecht – Abstandsflächen dienen nicht der Instandhaltung!2026-02-20T11:10:59+02:00

Öffentliches Baurecht – Wann erlangt ein Nachbar „sichere Kenntnis“ von der Genehmigung?

Wann ein Nachbar sichere Kenntnis von dem erlangt oder hätte erlangen können, was auf dem Nachbargrundstück tatsächlich genehmigt worden ist, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab und setzt nicht stets voraus, dass er die Genehmigung "in den Händen" hält. -BVerwG, Beschl. v. 25.06.2025 - 7 B 29.24, nach ibr-online-

Öffentliches Baurecht – Wann erlangt ein Nachbar „sichere Kenntnis“ von der Genehmigung?2026-02-18T09:11:18+02:00

Öffentliches Baurecht – Genehmigt bleibt genehmigt!

Im Inkraftreten des § 45b BNatSchG noch des § 6 WindBG liegen keine Gründe dafür, ein bestandskräftig abgeschlossenes Genehmigungsverfahren für WEA mit dem Ziel wiederaufzugreifen, artenschutzrechtlich begründete Betriebsbeschränkungen aufzuheben. -OVG Niedersachsen, Urt. v. 30.06.2025 - 12 KS 55/24, nach ibr-online-

Öffentliches Baurecht – Genehmigt bleibt genehmigt!2026-02-17T10:38:38+02:00

Öffentliches Baurecht – Grenzen der „aktiven Duldung“ eines baurechtswidrigen Zustands?

Eine aktive Duldung darf einer Baugenehmigung nicht gleichkommen. Dem Zweck des in § 79 Abs. 1 NBauO eingeräumten Ermessens wird die Bauaufsichtsbehörde nur dann gerecht, wenn sie - sofern kein Bagatell- oder sonstiger Ausnahmefall vorliegt, der ein Einschreiten überhaupt nicht erfordert - das Ziel der Herstellung baurechtmäßiger Zustände nicht aus dem Blick verliert. Dieser Anforderung [...]

Öffentliches Baurecht – Grenzen der „aktiven Duldung“ eines baurechtswidrigen Zustands?2026-02-16T15:05:17+02:00

Öffentliches Baurecht – Zulässige Geruchsimmissionen eines Campingplatzes?

Bei der Planung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen, die nicht zum Dauercampen bestimmt sind, hat die Gemeinde den Regelschutzanspruch des Außenbereichs, der nach Nr. 3.1, 3. Absatz des Anhangs 7 zur TA Luft 2021 20 % Geruchsstunden beträgt, zugrunde zu legen. Bei Campingplätzen, die nur in der Sommersaison geöffnet sind, kann es gerechtfertigt sein, als Bezugszeitraum [...]

Öffentliches Baurecht – Zulässige Geruchsimmissionen eines Campingplatzes?2025-07-28T16:06:38+02:00

Gebietserhaltungsanspruch trotz gebietsfremder Nutzung?

Auch der Grundeigentümer, der in demselben Gebiet neben einem gebietskonform genutzten Grundstück ein weiteres Grundstück gebietsfremd nutzt, kann sich auf den grundstücksbezogenen Gebietserhaltungsanspruch berufen, da die Grundstücke unabhängig voneinander zu betrachten sind. -OVG Niedersachsen, Beschluss vom 15.05.2025 - 1 ME 143/24, nach ibr-

Gebietserhaltungsanspruch trotz gebietsfremder Nutzung?2025-07-25T11:04:44+02:00

Öffentliches Baurecht – Prägen auch „Schwarzbauten“ die nähere Umgebung?

Für die Beurteilung der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit im unbeplanten Innenbereich sind auch die vorhandenen nicht genehmigten baulichen Nutzungen ungeachtet ihrer materiellen Zulässigkeit zu berücksichtigen, soweit sie in einer Weise von den zuständigen Behörden geduldet werden, die keinen Zweifel daran lässt, dass sie sich damit abgefunden haben. -BVerwG, Beschl. v. 05.05.2025 - 4 B 25.24, nach ibr-

Öffentliches Baurecht – Prägen auch „Schwarzbauten“ die nähere Umgebung?2025-07-23T14:56:05+02:00

Öffentliches Baurecht – Wie laut darf ein Jugendtreff sein?

Das Rücksichtnahmegebot gilt in gleicher Weise und unabhängig davon, ob das Vorhabengrundstück im Innen- oder Außenbereich liegt. Das Maß der gebotenen Rücksichtnahme hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Bei Lärmimmissionen kann im Regelfall auf die Begriffsbestimmungen und Maßstäbe des BImSchG und die im Zusammenhang erlassenen Rechtsverordnungen zurückgegriffen werden, in denen die Grenze der [...]

Öffentliches Baurecht – Wie laut darf ein Jugendtreff sein?2025-07-22T15:38:01+02:00

Öffentliches Baurecht – Bauvorlagen sind (auch bei Vorbescheidsantrag) vollständig einzureichen!

Der Umfang der bei einem Vorbescheidsantrag vorzulegenden Unterlagen hängt von der bzw. den gestellten Fragen des Bauvorhabens ab. Zwar kann, solange der erforderliche konkrete Vorhabenbezug gewahrt wird, mit einem Vorbescheidsantrag auch nur die grundsätzliche bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Vorhabens, das in groben Zügen nach Art und Umfang bestimmt wird, zur Prüfung gestellt werden, und die bauplanungsrechtliche [...]

Öffentliches Baurecht – Bauvorlagen sind (auch bei Vorbescheidsantrag) vollständig einzureichen!2025-04-07T14:18:34+02:00
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