RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Über Mitarbeiter

Der Autor hat bisher keine Details angegeben.
Bisher hat Mitarbeiter, 1071 Blog Beiträge geschrieben.

Öffentliches Baurecht – Abstandsflächen dienen nicht der Instandhaltung!

Ein Bauvorbescheid kann auch (nur) zur Frage der grundsätzlichen bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit ergehen. Eine erdrückende Wirkung kommt nur bei nach Höhe und Volumen übergroßen Baukörpern in geringem Abstand zu benachbarter Wohnbebauung in Betracht. Auf die Erleichterung oder günstigere Durchführung von Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten haben die Abstandsflächen allenfalls eine mittelbare, rechtlich nicht durchsetzungsfähige Wirkung. -VGH Bayern, Beschl. [...]

Öffentliches Baurecht – Abstandsflächen dienen nicht der Instandhaltung!2026-02-20T11:10:59+02:00

Öffentliches Baurecht – Wann erlangt ein Nachbar „sichere Kenntnis“ von der Genehmigung?

Wann ein Nachbar sichere Kenntnis von dem erlangt oder hätte erlangen können, was auf dem Nachbargrundstück tatsächlich genehmigt worden ist, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab und setzt nicht stets voraus, dass er die Genehmigung "in den Händen" hält. -BVerwG, Beschl. v. 25.06.2025 - 7 B 29.24, nach ibr-online-

Öffentliches Baurecht – Wann erlangt ein Nachbar „sichere Kenntnis“ von der Genehmigung?2026-02-18T09:11:18+02:00

Öffentliches Baurecht – Genehmigt bleibt genehmigt!

Im Inkraftreten des § 45b BNatSchG noch des § 6 WindBG liegen keine Gründe dafür, ein bestandskräftig abgeschlossenes Genehmigungsverfahren für WEA mit dem Ziel wiederaufzugreifen, artenschutzrechtlich begründete Betriebsbeschränkungen aufzuheben. -OVG Niedersachsen, Urt. v. 30.06.2025 - 12 KS 55/24, nach ibr-online-

Öffentliches Baurecht – Genehmigt bleibt genehmigt!2026-02-17T10:38:38+02:00

Öffentliches Baurecht – Grenzen der „aktiven Duldung“ eines baurechtswidrigen Zustands?

Eine aktive Duldung darf einer Baugenehmigung nicht gleichkommen. Dem Zweck des in § 79 Abs. 1 NBauO eingeräumten Ermessens wird die Bauaufsichtsbehörde nur dann gerecht, wenn sie - sofern kein Bagatell- oder sonstiger Ausnahmefall vorliegt, der ein Einschreiten überhaupt nicht erfordert - das Ziel der Herstellung baurechtmäßiger Zustände nicht aus dem Blick verliert. Dieser Anforderung [...]

Öffentliches Baurecht – Grenzen der „aktiven Duldung“ eines baurechtswidrigen Zustands?2026-02-16T15:05:17+02:00

Privates Baurecht – Kein Schlüsselfertigbau, kein Verbraucherbauvertrag!

Eine Bauhandwerkersicherheit kann nicht verlangt werden, wenn der Besteller Verbraucher ist und es sich um einen Verbraucherbauvertrag handelt. Ein Verbraucherbauvertrag kann nur dann angenommen werden, wenn der Unternehmer mit dem Bau eines vollständigen Gebäudes beauftragt wurde. Daran fehlt es, wenn wesentliche Gewerke nicht beauftragt sind. -LG Ulm, Urt. v. 11.07.2025 - 5 O 87/25, nach [...]

Privates Baurecht – Kein Schlüsselfertigbau, kein Verbraucherbauvertrag!2026-02-13T10:07:59+02:00

Privates Baurecht – Architekt muss nicht über die Fachkunde eines Fachplaners verfügen!

Einen Architekten trifft die Integrations- und Koordinationsverantwortung für die Einbindung von Fachplanungsleistungen in die Gesamtplanung, einschließlich der Erstellung und Fortschreibung von Bauzeitenplänen. Von einem Architekten kann bei der Terminplanung nicht erwartet werden, aus eigener Anschauung oder Erfahrung heraus einen realistischen Zeitansatz für eine noch nicht konkretisierte Fachplanung mit hinreichender Verlässlichkeit festzulegen. Vielmehr ist der Architekt [...]

Privates Baurecht – Architekt muss nicht über die Fachkunde eines Fachplaners verfügen!2026-02-12T09:42:01+02:00

Privates Baurecht – Energieberater schuldet keine Fristüberwachung!

Die Tätigkeit eines Energieeffizienz-Experten im Rahmen der KfW-Förderung ("Energieberater") stellt regelmäßig eine entgeltliche Geschäftsbesorgung dar, auf die das Dienstvertragsrecht anwendbar ist. Eine Leistungspflicht zur Überwachung der Fristen des Fördermittelverfahrens ergibt sich aus einem Energieberatungsvertrag grundsätzlich nicht. Hinweispflichten hinsichtlich eines Fristablaufs bestehen jedenfalls dann nicht, wenn der Auftraggeber das Fördermittelverfahren selbst abwickelt und die Förderzusagen mit [...]

Privates Baurecht – Energieberater schuldet keine Fristüberwachung!2026-02-11T12:19:01+02:00

Privates Baurecht – Wie ist der Nutzungsausfall bei einer Bauzeitverzögerung zu berechnen?

Wird ein von dem Besteller gegenüber der Werklohnforderung des Unternehmers für die Errichtung eines Wohnhauses zur Aufrechnung gestellter Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung (nur) wegen Verzögerung einer Leistung geltend gemacht, setzt er nach § 280 Abs. 2 BGB einen Verzug des Unternehmers mit einer Leistungspflicht nach § 286 BGB voraus. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung im Verzugszeitraum kann [...]

Privates Baurecht – Wie ist der Nutzungsausfall bei einer Bauzeitverzögerung zu berechnen?2026-02-10T12:05:53+02:00

Privates Baurecht – Mangelhafte Bauleistung ist insolvenzrechtlich teilbar!

Der Insolvenzverwalter kann einen Anspruch auf Vergütung für die vom Schuldner vorinsolvenzlich erbrachten Leistungen auf einen zur Zeit der Verfahrenseröffnung beiderseitig nicht oder nicht vollständig erfüllten gegenseitigen Vertrag unabhängig von einer Erfüllungswahl zur Masse ziehen, wenn die beiderseitig geschuldeten Leistungen teilbar sind. Sind die beiderseitig geschuldeten Leistungen teilbar, bewirkt bereits die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, und [...]

Privates Baurecht – Mangelhafte Bauleistung ist insolvenzrechtlich teilbar!2026-02-09T11:03:14+02:00

Privates Baurecht – Nicht jeder Planungsfehler begründet ein Mitverschulden des Auftraggebers!

Ein unverhältnismäßiger Mängelbeseitigungsaufwand kann anzunehmen sein, wenn es sich um "Schönheitsfehler" oder optische Mängel handelt, welche die Gebrauchsfähigkeit so gut wie nicht beeinträchtigen und nur mit erheblichen Kosten beseitigt werden können (hier verneint). Der Auftragnehmer kann nicht einwenden, der Auftraggeber schulde zunächst eine mangelfreie Planung für die Mängelbeseitigung, wenn der Bauwerksmangel ausschließlich durch Ausführungsfehler verursacht [...]

Privates Baurecht – Nicht jeder Planungsfehler begründet ein Mitverschulden des Auftraggebers!2026-02-06T13:05:51+02:00
Nach oben