RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

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Zivilrecht – Wer zu spät annimmt, den bestraft nicht immer das Leben

Die Rechtsverwirkung betrifft nicht nur Rechte, deren Tatbestand einen auslegungsbedürftigen Rechtsbegriff beinhaltet. Stattdessen sind sämtliche subjektiven Rechte Gegenstand der Verwirkung, auch die rechtshindernde Einwendung der verspäteten Annahme. Die Einwendung, dass ein Vertrag wegen verfristeter Annahme nicht zu Stande gekommen sei, ist verwirkt, wenn zwischen (verspäteter) Annahme und der erstmaligen Geltendmachung der Einwendung über ein Jahr [...]

Zivilrecht – Wer zu spät annimmt, den bestraft nicht immer das Leben2026-04-08T10:03:17+02:00

Mietrecht – Keine Kündigungssperrfrist bei Erwerb durch Personenhandelsgesellschaft

Die Veräußerung vermieteten Wohnraums an eine Personenhandelsgesellschaft (hier: GmbH & Co. KG) löst nicht die in der Vorschrift des § 577a Abs. 1a Satz 1 Nr. 1 BGB geregelte Kündigungssperrfrist für Eigenbedarfs- und Verwertungskündigungen des Erwerbers aus. Eine (erstmalige) Veräußerung vermieteten Wohnraums nach dessen Umwandlung in Wohnungseigentum lässt (ausnahmsweise) nicht die Kündigungssperrfrist gem. § 577a [...]

Mietrecht – Keine Kündigungssperrfrist bei Erwerb durch Personenhandelsgesellschaft2026-04-02T14:13:53+02:00

Mietrecht – Keine Änderung der Betriebskosten allein durch jahrelange Praxis

Kosten, die materiell fehlerhaft auf den Mieter umgelegt werden, weil es an einer mietvertraglichen Umlagevereinbarung fehlt, vermögen eine Erhöhung der Betriebskostenvorauszahlung nicht zu begründen. Haben die Parteien eines Mietvertrags formularvertraglich eine Regelung über die Betriebskostentragungspflicht geschlossen, wonach bestimmte Betriebskosten umgelegt werden und hierzu eine Auflistung im Mietvertrag erfolgt, sind nur die ausdrücklich genannten Positionen umlagefähig. [...]

Mietrecht – Keine Änderung der Betriebskosten allein durch jahrelange Praxis2026-04-01T10:12:20+02:00

Privates Baurecht – Gerichtsstand bei einem VOB/B-Vertrag?

Ein Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung kann auch für ein selbständiges Beweisverfahren und auch noch nach dessen Anhängigkeit gestellt werden. Nach § 18 Abs. 1 Satz 1 VOB/B richtet sich der Gerichtsstand - vorbehaltlich anderslautender Vereinbarung - für Streitigkeiten aus dem Vertrag nach dem Sitz der für die Prozessvertretung des Auftraggebers zuständigen Stelle, sofern die Voraussetzungen für [...]

Privates Baurecht – Gerichtsstand bei einem VOB/B-Vertrag?2026-03-31T11:02:19+02:00

Privates Baurecht – Pflicht zur Instandhaltung umfasst auch die Beseitigung anfänglicher Mängel

Eine Vereinbarung in der Gemeinschaftsordnung, wonach einzelne Wohnungseigentümer die Kosten für die Instandhaltung und Instandsetzung von bestimmten Teilen des Gemeinschaftseigentums im räumlichen Bereich ihres Sondereigentums (hier: Fenster) zu tragen haben, umfasst im Zweifel die Kosten für die Beseitigung anfänglicher Mängel. -BGH, Urt. v. 23.05.2025 - V ZR 36/24, nach ibr-

Privates Baurecht – Pflicht zur Instandhaltung umfasst auch die Beseitigung anfänglicher Mängel2026-03-30T11:40:07+02:00

Privates Baurecht – Muffiger Geruch = Sachmangel?

  Als Wohnung verkaufte Räume im Souterrain eines Altbaus, die bei Gefahrübergang eine erhebliche Wandfeuchtigkeit aufweisen, sind regelmäßig weder für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung noch für die gewöhnliche Verwendung zum Wohnen geeignet und infolgedessen mangelhaft. Ein Sachmangel liegt überdies im Allgemeinen dann vor, wenn bedingt durch die Feuchtigkeit des Kellers ein muffiger bzw. [...]

Privates Baurecht – Muffiger Geruch = Sachmangel?2026-03-27T15:22:38+02:00

Privates Baurecht – Schätzung der Vorschusshöhe: Kein Sachverständiger erforderlich!

Die Ausführung einer Tiefgaragenrampe mit einer Neigung, die den Höchstwert der anwendbaren Garagenverordnung von 15% überschreitet, ist mangelhaft. Ein Bauwerksmangel ist auch darin zu sehen, dass die Fläche einer errichteten Wohnungsterrasse von den Genehmigungsplänen abweicht. Zur Darlegung der Höhe eines Vorschussanspruchs muss der Auftraggeber keine sachverständige Beratung in Anspruch nehmen oder Kostenvoranschläge einholen, um die [...]

Privates Baurecht – Schätzung der Vorschusshöhe: Kein Sachverständiger erforderlich!2026-03-26T11:41:36+02:00

Privates Baurecht – Für Fehler im Baugrundgutachten haftet der, der es in Auftrag gegeben hat!

Hat der Auftragnehmer als Nebenleistung die Einholung eines "Bodengutachtens zur Feststellung der bodenmechanischen Kennwerte als Grundlage für die statische Berechnung" übernommen, haftet er für damit zusammenhängende Mängel und kann sich insoweit nicht auf ein vom Auftraggeber vertraglich übernommenes "Baugrundrisiko" berufen. Veräußert der Auftraggeber das Bauwerk - ohne vorherige Beseitigung der Bauwerksmängel -, kann er vom [...]

Privates Baurecht – Für Fehler im Baugrundgutachten haftet der, der es in Auftrag gegeben hat!2026-03-25T10:27:17+02:00

Privates Baurecht – Nur ein schriftlicher Bedenkenhinweis befreit (hier) von der Mängelhaftung!

Ein Dach, dessen Konstruktion aufgrund ihrer fehlenden Wettertüchtigkeit und der verwendeten Materialien bei gleichzeitig ermöglichtem Feuchtigkeitseintritt dem vorzeitigen Verfall gewidmet war, erfüllt seine Funktion nicht und ist deshalb mangelhaft. Ein Bedenkenhinweis, der die vereinbarte Form nicht einhält, führt zwar nicht zur Enthaftung. Geht der Auftraggeber jedoch über diesen (formwidrigen) Hinweis hinweg, kann dies ein Mitverschulden [...]

Privates Baurecht – Nur ein schriftlicher Bedenkenhinweis befreit (hier) von der Mängelhaftung!2026-03-24T12:17:10+02:00

Privates Baurecht – Mängelrüge bestätigt keinen Vertragsschluss!

Die schlüssige Darlegung eines Werklohnanspruchs erfordert jedenfalls, dass der Unternehmer die geschuldeten Leistungen konkret darlegt. Näherer Vortrag zu den auszuführenden Arbeiten ist entbehrlich, wenn die Parteien Stundenlohnarbeiten vereinbart haben. Hierfür muss der Unternehmer indes zunächst die Stundenanzahl sowie den vereinbarten Stundensatz darlegen und erforderlichenfalls beweisen. Wenn und soweit die Parteien keine Preisabsprache getroffen haben, muss [...]

Privates Baurecht – Mängelrüge bestätigt keinen Vertragsschluss!2026-03-23T12:41:06+02:00
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