RFTH Rechtsanwälte und Fachanwälte in Thüringen

Arbeitsrecht – Nachunternehmer oder abhängig Beschäftigter?

Eine abhängige Beschäftigung setzt voraus, dass der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber persönlich abhängig ist. Bei einer Beschäftigung in einem fremden Betrieb ist dies der Fall, wenn der Beschäftigte in den Betrieb eingegliedert ist und dabei einem Zeit, Dauer, Ort und Art der Ausführung umfassenden Weisungsrecht des Arbeitgebers unterliegt. Zur Abgrenzung von Beschäftigung und Selbstständigkeit ist regelmäßig [...]

Arbeitsrecht – Nachunternehmer oder abhängig Beschäftigter?2025-08-05T08:51:56+02:00

Arbeitsrecht – Schadensersatz bei verspäteter Zielvorgabe

Verstößt der Arbeitgeber schuldhaft gegen seine arbeitsvertragliche Verpflichtung, dem Arbeitnehmer rechtzeitig für eine Zielperiode Ziele vorzugeben, an deren Erreichen die Zahlung einer variablen Vergütung geknüpft ist (Zielvorgabe), löst dies, wenn eine nachträgliche Zielvorgabe ihre Motivations- und Anreizfunktion nicht mehr erfüllen kann, grundsätzlich einen Anspruch des Arbeitnehmers nach § 280 Abs. 1, Abs. 3 BGB iVm. [...]

Arbeitsrecht – Schadensersatz bei verspäteter Zielvorgabe2025-05-15T10:15:17+02:00

Arbeitsrecht – Freistellung während der Kündigungsfrist – böswilliges Unterlassen anderweitigen Verdienstes

Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ordentlich und stellt den Arbeitnehmer trotz dessen Beschäftigungsanspruchs von der Arbeit frei, unterlässt der Arbeitnehmer in der Regel nicht böswillig iSd. § 615 Satz 2 BGB anderweitigen Verdienst, wenn er nicht schon vor Ablauf der Kündigungsfrist ein anderweitiges Beschäftigungsverhältnis eingeht. -BAG, Urt. v. 12. Februar 2025 – 5 AZR 127/24-

Arbeitsrecht – Freistellung während der Kündigungsfrist – böswilliges Unterlassen anderweitigen Verdienstes2025-05-14T09:47:54+02:00

Arbeitsrecht – Fälligkeit einer Sozialplanabfindung – Verzugszinsen

Abfindungsansprüche aus einem durch Spruch der Einigungsstelle beschlossenen Sozialplan, der erfolglos gerichtlich angefochten wurde, werden zu dem im Sozialplan bestimmten Zeitpunkt und nicht erst mit Rechtskraft der Entscheidung in dem Beschlussverfahren über die Wirksamkeit des Einigungsstellenspruchs fällig. -BAG, Urt. v. 28. Januar 2025 – 1 AZR 73/24-

Arbeitsrecht – Fälligkeit einer Sozialplanabfindung – Verzugszinsen2025-05-13T10:20:04+02:00

Arbeitsrecht – Kundin will männlichen Architekten: Kollegin erhält AGG-Entschädigung!

Will eine potenzielle Kundin nicht von einer weiblichen Person (Arbeitnehmerin), sondern von einem männlichen Berater betreut werden, hat die Arbeitgeberin im Rahmen ihrer Reaktionsmöglichkeiten grundsätzlich den Schutzpflichten nach § 12 Abs. 4 AGG nachzukommen. Tut sie dies nicht, kann der Entzug der potentiellen Kundin aus der Betreuungszuständigkeit der Arbeitnehmerin eine unmittelbare Benachteiligung i.S.d. § 3 [...]

Arbeitsrecht – Kundin will männlichen Architekten: Kollegin erhält AGG-Entschädigung!2025-05-12T09:14:32+02:00

Arbeitsrecht – Freigestelltes Betriebsratsmitglied – Vergütungsanpassung – Beteiligung des Betriebsrats

Die Erhöhung des Arbeitsentgelts eines von seiner beruflichen Tätigkeit freigestellten Betriebsratsmitglieds nach § 37 Abs. 4 oder § 78 Satz 2 BetrVG unterliegt nicht der Mitbeurteilung des Betriebsrats nach § 99 BetrVG. -BAG, Beschl. v. 26.11.2024 – 1 ABR 12/23-

Arbeitsrecht – Freigestelltes Betriebsratsmitglied – Vergütungsanpassung – Beteiligung des Betriebsrats2025-01-21T14:57:26+02:00

Arbeitsrecht – Arbeitnehmerüberlassung – Konzernprivileg

Überlässt ein Unternehmen, das einem Konzern angehört, einen Arbeitnehmer seit Beginn des Arbeitsverhältnisses über mehrere Jahre einem anderen Konzernunternehmen, ist regelmäßig davon auszugehen, dass die Beschäftigung des Arbeitnehmers zum Zweck der Überlassung erfolgt ist. In diesem Fall kann sich das entleihende Unternehmen nicht auf das Konzernprivileg im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) berufen. -BAG, Urt. v. 12.11.2024 – [...]

Arbeitsrecht – Arbeitnehmerüberlassung – Konzernprivileg2025-01-20T16:26:34+02:00

Arbeitsrecht- Berechnung eines tarifvertraglichen Freistellungsanspruchs bei ungleichmäßig verteilter Arbeitszeit

Mit der Bestimmung im GMTV, wonach der Freistellungsanspruch acht Tage für Beschäftigte beträgt, bei denen sich die Arbeitszeit regelmäßig auf fünf Tage pro Woche verteilt, haben die Tarifvertragsparteien die Fünftagewoche als Normalfall und Bezugsgröße festgelegt. Verteilt sich die Arbeitszeit regelmäßig auf weniger oder mehr als fünf Tage in der Kalenderwoche, vermindert oder erhöht sich der [...]

Arbeitsrecht- Berechnung eines tarifvertraglichen Freistellungsanspruchs bei ungleichmäßig verteilter Arbeitszeit2025-01-17T09:47:42+02:00

Arbeitsrecht – Rückzahlungsklausel bei Fortbildungskosten – unangemessene Bindungsdauer

Eine Freistellung der Arbeitnehmerin von der Verpflichtung zur Erbringung der Arbeitsleistung in Höhe von 50 Tagen im Zusammenhang mit einer Fortbildungsmaßnahme rechtfertigt nicht die Vereinbarung einer Bindungsdauer von fünf Jahren. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber im Rahmen der Fortbildungsmaßnahme zusätzlich Studiengebühren in nicht unerheblicher Höhe trägt. -LAG Niedersachsen, Urt. v. 5.6.2024 - 8 [...]

Arbeitsrecht – Rückzahlungsklausel bei Fortbildungskosten – unangemessene Bindungsdauer2025-01-16T10:48:24+02:00

Arbeitsrecht – LSG Berlin-Brandenburg: Sturz beim Tabletten-Holen: Kein Arbeitsunfall

Eine Näherin machte eine Arbeitspause, um vergessene Tabletten aus dem Auto zu holen – und stürzte auf dem Rückweg. Um einen Arbeitsunfall handelte es sich dabei laut LSG Berlin-Brandenburg aber nicht: Die Einnahme sei nicht zwingend erforderlich gewesen, um weiterzuarbeiten. -LSG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 26.9.2024 – L 21 U 40/21, FD-ArbR-

Arbeitsrecht – LSG Berlin-Brandenburg: Sturz beim Tabletten-Holen: Kein Arbeitsunfall2025-01-15T16:34:54+02:00
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